Presse-Echo: Konzerte


Irish Folk: More Maids01.02.2010

Nur die Schafe fehlten

Korbach. Es fehlten nur noch die Schafe, denn die More Maids zauberten mit ihrer Musik ein Stück Irland in die Korbacher Stadthalle. Mit ihren Stimmen, sanft wie die Hügel der Grünen Insel, untermalt von traditionellen irischen Instrumenten, machten sie die Illusion perfekt. Ein Glas Guinness oder Irish Whiskey trug außerdem zur Inselatmosphäre bei.

 

More Maids

Die More Maids:
(von links) Marion Fluck, Barbara Hintermeier und Barbara Coerdt.
Foto: Saure

Einzig die Texte passten oft nicht zu der fröhlichen, ausgelassenen Art, mit der die Songs gespielt wurden. Handelten sie doch zu oft von brutalen und grausamen Begebenheiten. So wurde ?Eppie Morrie? entführt oder ein Baby von seiner eigenen Mutter umgebracht. "Susanna Martin" handelt von einer Gerichtsverhandlung, in der eine Hexe zum Tode verurteilt wird. Doch trotz der traurigen und brutalen Erlebnisse in ihren Liedern, verstehen es die drei Musikerinnen mit ihren glasklaren Stimmen die rund 130 Zuhörer zum Mitklatschen und Schnippsen zu bewegen.

Seit einem Jahr spielt die Münchnerin Barbara Hintermeier die Fiddle bei dem Frauen-Trio und unterstützt Barbara Coerdt und Marion Fluck außerdem im Gesang. Coerdt greift beim Gesang in die Saiten ihrer Bouzouki, einem Instrument, das zwar hauptsächlich in der griechischen Welt der Musik zu Hause ist, aber seit den 60er Jahren auch den irischen Gesang untermalt. Die Mannheimerin Marion Fluck greift neben Flute und Whistle auch schon einmal zum Akkordeon.

Aber egal ob 4/4 oder 6/8-Takt, die irischen Weisen der Slides, Walzer, Jigs oder Reels versetzten jeden Fuß zum Wippen und vermittelten gute Laune und so sprang der Funke der More Maids, die auf Einladung des Kulturforums zum zweiten dritten (geändert vom Webmaster) Mal in Korbach gastierten, schnell auf das Publikum über.

www. moremaids.de

Von Heike Saure

Quelle: HNA vom 1. Feb. 2010